Reiseberichte 2016

 

An dieser Stelle erscheinen die Reiseberichte des jeweils Drittplatzierten GER 5.5ers bei Regatten, sowie Informationen über weitere Events.

 

Cup Regatten und WM in Kopenhagen im August (17.-26.8.)

 

In der ersten Woche wurden im Rahmen des Wessel und Vett- Cup der Skandinavian Gold Cup, der Hankoe Evolution Cup und der Royal Kaag Classic Cup ausgesegelt. Die Witterungsbedingungen konnten kaum besser sein, überwiegend Sonne mit Windbedingungen um 2- 5 Bft. Nach interessanten Rennen wurde ein umfangreiches Abendprogramm angeboten, wie der Besuch des Bakken Freizeitpark und Street Food Markt. Mit einem Prize Giving Dinner wurden die Sieger geehrt und ausgelassen gefeiert.

Aus deutscher Sicht leider kein Modern beim Skandinavian Gold Cup, so ging der Sieg hier verdient an DEN 19, der Hankoe Evolution Cup ging an SWE 65, der Royal Kaag Classic Cup an ITA 78.

Die WM startete mit 39 Meldungen und 35 Booten am Start ebenfalls mit besten Bedingungen, die GER- Flotte mit 11 Booten zahlenmäßig die Stärkste. Die sehr gut gelegten Kurse mit Strömungseinflüssen und kurzen Wellen boten auch den Evolution- Booten Möglichkeiten, top Ten Platzierungen zu segeln. Zu Nachmittagsevents im Hafen wurden Kontakte vertieft und neu geknüpft.

Nach fairen Rennen geht der Weltmeistertitel wieder an NOR 57 mit Kristian Nergaard und Crew, vor DEN 19 mit Bo Selko und Crew und BAH 22 mit Gavin McKinney und Crew.

Im Evolution gehen die ersten beiden Plätze in den Beriner WSV, GER 84 mit Wolf- Eberhard Richter und Crew gewinnt die Frank Tolhurst Trophy vor GER89 mit Falk Einecke und Crew.

Die Classic Wertung geht an ITA 78, die Trofeo Italia holt sich GER 66 mit Thies Först und Crew.

 

Test-It-Now – Wochenende in Kiel

 

Zum zweiten Mal fand am ersten August-Wochenende ein Test-It-Now-Treffen der 5.5er Klasse auf der Außenförde vor Kiel-Schilksee statt.

Während 2015 der Schwerpunkt war, interessierten Seglern die 5.5er Klasse im aktiven Erleben näher zu bringen, war in der diesjährigen Auflage der Gedanke, neuen Eignern und Mitgliedern der Klassenvereinigung einen Vergleich bei Material und Trimm Ihrer Schiffe zu geben.

So trafen sich am Samstag und Sonntag die Eigner und Crews von 5.5 GER 65 Windschleiche und 5.5 GER 92 Diva (Evolution) sowie 5.5 GER 66 Meltemi und 5.5 GER 87 Nova (Classic), um bei mäßigen bis auffrischenden Winden Material und Trimm zu testen bzw. Erfahrungen und Ideen auszutauschen.

 

Der Samstag-Abend wurde im Strander Clubhaus des KYC genutzt, um in geselliger Runde die neuen Eigner und Ihre anwesenden Familienmitglieder in die Klasse zu integrieren. Neben dem Kennenlernen und Austausch von Fragen wurden die anstehenden Regatten zum Saisonende vor Cannes (Frankreich), Niendorf (Lübecker Bucht) sowie mögliche Austragungsorte der German Open 2017 in Deutschland besprochen.

 

Mit diesen neuen Eindrücken können die Crews nun zu den nächsten Regatten vor Laboe (German Classics für die Klassiker) bzw. zur WM vor Kopenhagen reisen.

 

08. August 2016, Flotte Nord

 

Dutch & German Open 2016 – Aalsmeer (Westeinder Plassen)

Unsere Niederländischen 5.5er Freunde haben vom 21. bis 23. Juli 2016 in Aalsmeer am Westeinder Plassen südlich des Großflughafens Schipohl eine großartige Wettfahrtserie zur Dutch & German Open 2016 ausgerichtet! Das Gebiet um diese Seen ist ein traumhaftes Segelrevier und wertvolles Naturreservat mit vielen Schilfgürteln.

 

Das Teilnehmerfeld mit 14 Schiffen aus vier Nationen (1 x DEN, 3 x GER, 8 x NED und 2 x SUI) war im Vergleich zu Glücksburg 2015 leider schwächer besetzt. Lobenswert ist daher das Angebot von drei niederländischen Eignern zu nennen, ihre Schiffe für auswärtige Crews zur Verfügung zu stellen. Ein norddeutsches Team nutzte diese bisher einzigartige Option, reiste ohne Schiff an und segelte die 5.5 NED 25 Hamerhaai für drei Tage als GER 95 – dem Eigner auf diesem Weg nochmals einen großen Dank.

 

Die drei Tage waren von schwachen und umlaufenden Winden geprägt; die Entscheidung der Wettfahrtleitung den ersten Veranstaltungstag mit drei Wettfahrten zu beginnen, zeigte Weitblick.

 

Der Donnerstag wurde von einem sommerlichen BBQ mit kühlen Getränken auf dem Werftgelände von Margreet Elfring und Peter van Klink (NED 5) abgerundet. Wer mochte, konnte dabei die An- und Abfahrt vorbei an einzigartigen Wassergrund-stücken in den offenen Tucker-Booten von Arnd Pasman und Wiebe de Witte genießen.

 

Am Freitag wurde das Warten auf den Wind durch die Mitglieder des WZW mit einem kernigen Lunch auf einer kleinen, begrünten Steganlage im Schilfgürtel verkürzt bevor es nachmittags zu zwei Läufen auf´s Wasser ging. Abends gab es für die anwesenden Crews Gelegenheit, sich bei einem ausgiebigen asiatischen Essen auszutauschen, bestehende Kontakte zu pflegen bzw. neue Verbindungen zu knüpfen. Angenehm, dieser Abend lockte viele ältere, passive 5.5er Eigner auf die Clubterrasse; dass übliche Aufarbeiten der Tagesrennen entfiel und der gesellschaftliche Aspekt rückte in den Vordergrund.

 

Das Samstagrennen wurde wieder vom Warten auf den Wind geprägt – versüßt durch das Verteilen von Lunchpaketen durch die Wettfahrtleitung. Leichte und umlaufende Winde ließen am Abschlusstag nur ein Rennen zu; die Entscheidung der Wettfahrtleitung das Teilnehmerfeld nach einem Lauf in den Hafen zu schicken, wurde daher von den auswärtigen Teams begrüßt.

 

Nach sechs Läufen standen die Platzierungen und Preisträger fest und eine auf dem Wasser und an Land bestens organisierte Veranstaltung fand mit einem gutgelaunten Arend Pasman einen perfekten Abschluss.

 

Die Ränge:           

1. SUI 228 (Jürg Menzi) 

Intern. German Champion; Dutch Champion                

2. NED 31 (Victorine Bredero)

3. NED 26 (Arnd-Jan Pasman)    

Bester Evolution:

GER 81 (Max Müller) = German Champion

Feng Shui Preis

(1. Platz letztes Rennen): NED 31 (V. Bredero)

Pungin Preis

(10. Platz): NED 5 (Peter van Klink & Margreet Elfring)  

Long Keel Cup

(Bester Classic): NED 5 (Peter van Klink & M.Elfring)    

Concourse d' Elegance:  

GER 89 (Falk Einecke)   

Seemeilenpreis:    

(Längste Anreise über See) NED 17 (Rob Smolders)

Lovana Cup

(bester Steuermann unter 35 Jahren):                    konnte nicht vergeben werden

 

Team 5.5 GER 95 „Hamerhaai“

 

"Kieler Woche Trophy" - Hans Köster (GER 37)

 

Gemischtes Doppel – 5,5er bei zwei Veranstaltungen zur Kieler Woche auf dem Wasser

5,5er im Feld der klassischen Yachten erfolgreich – up und down zusammen mit den 12ern vor der Kiellinie

Es ist gute Tradition, dass die klassischen 5,5er - gemeint sind die Schiffe der Divisionen classic und evolution aus Holz – am Klassiker Rendevous zu Beginn der Kieler Woche teilnehmen. Dieses Jahr gingen in der Gruppe Kreuzer 2 mit den in Kiel beheimateten Schiffen FRAM II von Rouven Rademacher und MELTEMI vom Flottenchef-Nord Thies Först sowie der eigens aus Schweden angereisten Crew um Jens Busch auf POP´s JOHN B und SOUTHERN CROSS mit Eigner Jörg Grünwald und Steuermann Uwe Baykowski vier Schiffe an den Start zu einer Mittelstrecke um feste Seezeichen. FRAM II belegte in dem Feld aus Schären und kleineren Kreuzern Platz 2, evolution POP´s JOHN B Platz vier und die MELTEMI Platz 7. Nach dem Schnüren bunt gewürfelter Päckchen klassischen Holzes im „Millionenbecken“ des KYC gab es Preise und barbecue im BRITISH KIEL YACHT CLUB – ein letztes Mal, fare well kleine Oase an der Kieler Förde...

Den Samstag nutzten die übrigen für die Kieler Woche angereisten Schiffe zum Kranen in Schilksee, Trainieren und Verlegen in den alten Olympiahafen direkt an der Kiellinie. Um 21.00 Uhr fand ein informelles „come together“ in der lounge des KYC statt. Dann konnte eine Flotte von 9 Schiffen am Sonntag mit den geplanten 6 up-and-dpwn-Wettfahrten beginnen. Bei Winden um 3 wurde publikumswirksam vom Ostufer gen Düsternbrooker Gehölz gesegelt – letzteres beschied den einen oder anderen heftigen Winddreher im luvwärtigen Drittel der Regattabahn. Langfristige Strategien mussten nur zu oft Spontanentscheidungen weichen, um nicht gänzlich den Anschluss an das übrige Feld zu verlieren. Bei diesem anspruchsvollen Kurs setzte sich nach den ersten 3 Rennen GER 88 mit Steuermann und EX-Laser-„Ass“ Matthias Rieck durch, gefolgt von Jochen Franzen samt Söhnen auf TRAUMFÄNGER und nachfolgend vier punktgleichen Schiffen, was die Spannung auf die drei für Sonntag angestzten Wettfahrten erhöhte.

Abends ging es zu einem lockeren Klassendinner in das Restaurant des Hotel Kieler Yacht Club, in dessen Verlauf die schwedische Crew um Jens, Pontus und Ville für ihren langen Weg eine kleine Ehrung in Form eines mit Segelnummer und Namen verzierten Lebkuchenherzens.

Bei stärkeren und sehr böigen Winden bis 22 kn aus SW wurden auf einer deutlich längeren Bahn wieder drei Wettfahrten gesegelt. Kleinere Notreparaturen waren hier und da nötig – trotz guten Erfolges entschied sich der Steuermann von GER 88 „kurzzeitig“ zum Ausstieg, was ein DNS nach sich zog und die Wertung noch einmal spannend machte, da Die BEK mit Gerd Schmitz, Ulli Ellerbeck und Gerd Kruse dicht auf den Färsen war. Auch am zweiten Tag war das Segeln anspruchsvoll – zwar etwas weniger Winddreher und Ausflugsboote aber dafür waren die 8 ebenfalls auf der Bahn startenden 12er nicht selten ungeplante Sparringspartner, die es galt, möglichst weiträumig zu umfahren – tolles Bild, aber schlecht für die eigene Performance, wenn man da in Lee liegt…(im Ergebnis aber wiegt der Anblick eines 12ers diesen Nachteil dann auf).

Nach sechs Wettfahrten stand der Kieler Woche Sieger fest: GER 42 – BEK (modern) vor GER 88 und GER 74 (beide evolution). In der division evolution gewann Wilfried Kamp mit seiner GER 88 - BRISEIS vor Jochen Franzen GER 74 – TRAUMFÄNGER und Hans Köster GER 37 – SINGORA. Die Leistungen der GER 66 - MELTEMI als schnellster classic wurden ebenfalls mit einem Silberbecher und Sekt gewürdigt.

„Alles in allem eine tolle Veranstaltung! Kiel und die Kieler Woche aus der Perspektive eines aktiven Seglers zu erleben, ist etwas ganz besonderes“, meint Hans Köster, Vorsitzender der deutschen 5,5er KV. „ Es hat uns sehr gefreut, nach 15 Jahren wieder in Kiel dabei sein zu können – wir kommen gerne wieder“, entgegenete der Vorsitzende nachdem zuvor die Wettfahrtleitung alle Segler auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr verabschiedet hatte.

Kiel hat sich 2016 von seiner guten Seite gezeigt und die Klasse wird im Rahmen der Konzentration der Regattatätigkeit Kiel weiter in den Fokus nehmen.

 

 

 

"Bronia Preis" - Gerhard Kruse (GER 25)

 

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"Rund Hiddensee" - Arne Baumbach (GER 43)

 

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